Digitalisierung mit Sinn

Es geht nicht nur um Hightech. Eine erfolgreiche digitale Transformation hat drei Voraussetzungen: Sinnhaftigkeit, Einbeziehung der Mitarbeiter und die passende Technologie.

 

Doch Fakt ist: In vielen deutschen Unternehmen fehlt die richtige Kultur für eine erfolgreiche Digitalisierung. Dieses alarmierende Ergebnis zeigt eine Studie zur Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen. Demnach mangelt es insbesondere an Mitarbeitern mit entsprechendem digitalen Know-how. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in die bestehenden Mitarbeiter. Zwar wünschen sich die Führungskräfte mehr Interesse, Motivation und Engagement, doch braucht es hierfür eine Basis: Sinnhaftigkeit.

 

Digitale Transformation scheitert beim Menschen

Schon die Vergangenheit hat gezeigt, dass die digitale Transformation oft im menschlichen und nicht im technischen Bereich scheitert. Häufigste Ursache: die Mitarbeiter werden nicht ausreichend einbezogen. Zudem mangelt es an wichtigen Informationen und angestrebte Ziele werden nicht klar genug kommuniziert. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, den Blick an dieser Stelle einmal zurück zum Menschen zu lenken, denn es fehlt vor allem an Vertrauen. Vertrauen darin, dass die Mitarbeiter dem Wandel gewachsen sind. Aber auch das Vertrauen der Mitarbeiter in die geplanten Veränderungen, deren Sinnhaftigkeit für sie nicht immer nachvollziehbar ist.

 

Der Mensch als Erfolgfaktor für die Digitalisierung

Der Faktor Mensch ist vor allem in Veränderungsprozessen der Schlüssel zum Erfolg. Fehlt einem Unternehmen aber das Fingerspitzengefühl auf der persönlichen Ebene, scheitert häufig auch die Transformation. Damit die Digitalisierung nicht zum Stressfaktor im Unternehmen wird, ist ein Umdenken in den Führungspositionen entscheidend. Statt sich nur auf die Digitalisierungsstrategie zu konzentrieren, gilt es die Mitarbeiter über den gesamten Prozess mitzunehmen und so nachhaltig zu motivieren.

 

Sinnhaftigkeit muss spürbar sein

Und diese Motivation hängt vom Sinn ab. Einem Sinn, der von allen Beteiligten gleichermaßen erkannt und als Notwendigkeit erachtet wird. Doch Sinnhaftigkeit lässt sich nicht erzwingen. Vielmehr muss sie im ganzen Handeln und in der Philosophie des Unternehmens spürbar sein. Wer das unterschätzt, wird es künftig noch schwerer haben, kompetente und motivierte Mitarbeiter zu finden. Begleiten Unternehmen Veränderungen hingegen auch auf der persönlichen Ebene, dann verlaufen diese zumeist deutlich erfolgreicher.

 

Konkret bedeutet das: Stellen Sie die Mitarbeiter im Zuge der Digitalisierung nicht vor vollendete Tatsachen, sondern binden Sie sie aktiv ein. Denn nur wenn alle im Unternehmen – von der Führungsetage bis zum Praktikanten – mitziehen, kann das Projekt Digitalisierung gelingen.

 

Digitalisierung als Teil der Markenphilosophie

Lothar Hötger, CEO bei teampenta und Experte in Sachen Markenführung und Digitalisierung, erklärt, worauf es ankommt: „Die Digitalisierung muss ein wesentlicher Bestandteil der Markenphilosophie und ein integrativer Wert der Marke sein. Sie muss als die unverwechselbare und prägende Handschrift der Marke etabliert werden. Hierzu sind ein Verständnis von Marke und Markenführung als Basis der Digitalisierung essenziell. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, dann klappt es auch mit den motivierten Mitarbeitern und der digitalen Transformation – und auch mit den begeisterten Kunden.“
 

Technologie muss sich dem Menschen anpassen

Für eine höchstmögliche Akzeptanz der Neuerungen ist entscheidend, dass diese auch tatsächlich zu einer Arbeitserleichterung führen. Müssen Tools erst wochenlang geschult werden und beanspruchen mit ihrer Nutzung zusätzliche Zeit, dann sind diese im Unternehmen fehl am Platz. Voraussetzung ist somit eine Technologie, die den Umstieg so einfach wie möglich gestaltet. Sie muss intuitiv nutzbar sein und sich nahtlos in den bestehenden Arbeitsalltag integrieren. Gleichzeitig muss sie flexibel anpassbar und individualisierbar sein. Kurz: Die Software muss sich den Mitarbeitern und den Unternehmensanforderungen anpassen – und nicht umgekehrt.

 

Sind diese drei Voraussetzungen – Sinnhaftigkeit, Einbeziehung der Mitarbeiter und passende Technologie – erfüllt, ist die digitale Transformation zwar immer noch eine große Herausforderung. Doch sie ist weniger bedrohlich und risikoreich – und der Wandel lässt sich erfolgreich stemmen.

 

Dieser Artikel erschien in abgewandelter Form in der Dezember-Ausgabe der Ruhr Wirtschaft.

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